Donnerstag, 01.12.2011
(
radio-bamberg.de)
Das Forchheimer Parkhaus Kronengarten wird wiedereröffnet
Am Abend steht der dann erste Härtetest an: zum Start des berühmten Rathaus-Adventskalenders werden wieder Tausende Besucher erwartet.
Nach über einem Jahr Umbauzeit können Autofahrer wieder im zentralen City-Parkhaus Kronengarten parken. Es ist nun heller, freundlicher und bietet breitere Parkplätze. Außerdem wurden vier Stellplätze so umgebaut, dass dort Elektro-Fahrzeuge aufgeladen werden können. Die Renovierung hat rund 2,3 Millionen Euro gekostet. Die feierliche Eröffnung ist für 16 Uhr geplant.
Am Abend wird dann am berühmten Forchheimer Rathaus-Adventskalender das erste Fenster geöffnet. Die Aufgabe fällt wieder einem der Engel zu, der um 18.30 Uhr ein Fenster des weihnachtlich beleuchteten Fachwerk-Rathauses öffnet und den Prolog spricht. Hinter den Adventskalender-Fenstern verbergen sich wieder weihnachtliche Motive. Musikgruppen und ein Nachtwächter begleiten das Geschehen. Außerdem zieht der Forchheimer Engel auf der Radio Bamberg Bühne wieder den Gewinner der Advents-Tombola.
Montag, 07.02.2011
(
Fränkischer Tag)
Seewind bläst Energie nach Forchheim
Ökostrom Die Forchheimer Stadtwerke bieten Strom an, dessen CO2-Anteil bei Null liegt. Nicht nur Privathaushalte, auch kleine Betriebe zeigen Interesse. Die Kosten für den sauberen Strom liegen nur minimal über dem bisherigen Tarif.

Die Windkraftanlage in Hamswehrum an der Nordsee, eines der Kraftwerke, aus dem die Forchheimer Stadtwerke beliefert werden. Foto: p
Neulich besuchte Dirk Samel die Montessorischule und informierte über
Ökostrom. Ein "gewaltiges Interesse" sei ihm da entgegengeschlagen, sagt
der stellvertretende Vertriebsleiter der Forchheimer Stadtwerke. Die
Einrichtung in der Egloffsteinstraße 33 könnte demnächst die erste
Schule in Forchheim werden, die Ökostrom nutzt.
"Das große Umdenken" habe begonnen, sagt Vertriebsleiter Michael Penert.
Das sei in Zahlen belegbar: 2006 hatten die Stadtwerke schon mal
versucht, ein Ökostrom-Produkt anzubieten. Ein Dutzend Kunden hatten auf
das Angebot reagiert, erinnert sich Penert. Jetzt dagegen: Gleich in
den ersten Tagen wechselten zehn Kunden den Tarif, freut sich Penert.
Auch "kleine Betriebe" signalisierten Interesse.
"Was kann ich selber tun?" Diese Frage werde vom Verbraucher zunehmend
gestellt, beobachtet Dirk Samel. "Die Leute wollen etwas für ihre
persönliche Ökobilanz machen."
Der Ökostrom der Forchheimer Stadtwerke wird über die Firma "NaturWatt"
aus einem Windpark bei Oldenburg geliefert. Manchmal werde ja auch
Wasserkraft-Strom aus alten Anlagen als Ökostrom deklariert, erläutert
Samel. Im Unterschied dazu sei der in Forchheim angebotene Strom zu 100
Prozent ökologisch. Das heißt: Der CO2-Anteil bei der Erzeugung "liegt
bei Null Prozent"; bei der Produktion gibt es "keinen radioaktiven
Abfall" und die Gewinne aus dem Geschäft werden genutzt, um in Anlagen
für erneuerbare Energie zu investieren.
"Die etwas höheren Beschaffungskosten machen diesen Strom minimal
teurer", sagt Michael Penert. Doch der Aufpreis, den der Kunde für das
CO2-freie Produkt zahlt, wirkt erschwinglich: Der bisherige Tarif kostet
eine Familie 21,77 Cent pro Kilowattstunde; nach dem Tarifwechsel
müsste sie 22,50 Cent bezahlen. Dafür sinke der monatliche Grundpreis
sogar etwas, von 9,23 auf sieben Euro.
Bei einem Jahresverbrauch von durchschnittlich 4500 Kilowattstunden
würde eine vierköpfige Familie also sechs Euro im Jahr mehr zahlen als
bisher, rechnet Dirk Samel vor.
Rund 6000 private Stromkunden haben die Forchheimer Stadtwerke. Da das
Unternehmen für dieses Jahr 1,2 Millionen Killowattstunden Ökostrom
eingekauft habe, könnten theoretisch sämtliche Privathaushalte damit
versorgt werden.
So sei jetzt ein echter Wettbewerb entstanden, sagt Thomas Banning. Der
Geschäftsführer der Naturstrom AG (mit Sitz in Forchheim und Düsseldorf)
erinnert daran, dass viele Anbieter mit sogenanntem "zertifizierten
Ökostrom" handeln. Das sei Strom mit einem "nur theoretischen
Umweltnutzen", sagt Banning. Da werde beispielsweise in Norwegen (in
Wasserkraftwerken produzierter) Strom in Mengen eingekauft, für die es
gar keine Leitungskapazitäten gebe. Durch Zukäufe entstehe dann ein
"juristisch nicht unterscheidbarer Ökostrom", der aber in Wirklichkeit
ein "durch Swapgeschäfte umetikettierter Strom" sei.
Im Gegensatz dazu stehe Naturwatt, der Zulieferer der Forchheimer
Stadtwerke, "in einem wirklichen Wettbewerb zu uns", sagt Thomas
Banning. Allerdings kaufe auch Naturwatt große Strommengen aus
norwegischen Wasserkraftwerken.
Dirk Samel betont aber, dass der Strom, der in Forchheim ankommt,
ausschließlich aus Norddeutschland stamme. "Die saubere Herkunft und die
saubere Verwendung der Gewinne" seien zertifiziert und Tüv-geprüft.
Unter anderem vom Freiburger Ökoinstitut: Das ist für Samel "wie ein
Ritterschlag".
Samstag, 05.02.2011
(
nordbayern.de)
Einstieg ins Bioerdgas
FORCHHEIM/EGGOLSHEIM - Die zwischen Forchheim und Eggolsheim geplante Biogasanlage soll noch dieses Jahr in Betrieb gehen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die Betreiber Details der Zehn-Millionen-Euro-Investition erläutert.
Ein ähnlich großes Holz-Kraftwerk wie dieses in Ernsthofen bei Linz in
Österreich ist für Forchheim geplant.
Ein ähnlich großes Holz-Kraftwerk wie dieses in Ernsthofen bei Linz in
Österreich ist für Forchheim geplant.
Foto: privat
Ein ähnlich großes Holz-Kraftwerk wie dieses in Ernsthofen bei Linz in
Österreich ist für Forchheim geplant.
Ein ähnlich großes Holz-Kraftwerk wie dieses in Ernsthofen bei Linz in
Österreich ist für Forchheim geplant.
Foto: privat
schließen
Der Nürnberger Energieversorger N-Energie sowie die
Regnitzstromverwertung (RSV), in der die Stadtwerke Forchheim, die
Erlanger Stadtwerke sowie Eon Bayern zusammenarbeiten, haben bereits im
Oktober 2010 die Bioerdgas Eggolsheim gegründet. N-Energie und RSV
halten jeweils einen Anteil von 50 Prozent; Geschäftsführer sind Franz
Walter (N-Energie) und Wolfgang Geus (Stadtwerke Erlangen).
Die Anlage soll ab März gebaut werden. Das Grundstück liegt nordwestlich
vom Autobahnparkplatz Regnitztal genau zwischen Eggolsheim und
Forchheim auf freiem Feld. Das Gelände ist schon von der neuen
Gesellschaft gekauft worden, die Gemeinde Eggolsheim hat den Bau
genehmigt.
37000 Tonnen jährlich
Ab Ende 20011 sollen aus 37000 Tonnen Biomaterial jährlich in 32
Millionen Kilowattstunden Bioerdgas umgewandelt werden. Dieses wird über
eine drei Kilometer lange Leitung, die ebenfalls neu gebaut werden
muss, in Forchheim-Nord ins bestehende Erdgasnetz der Stadtwerke
Forchheim eingespeist. Mit dieser Menge Gas könnte rund 15 Prozent des
Erdgasverbrauchs der Stadt Forchheim abgedeckt werden.
Wolfgang Geus, auch Vorstandschef der Erlanger Stadtwerke, betonte „den
großen Unterschied zu alten Biogasanlagen“. Es werde nicht
ausschließlich Mais vergärt, sondern eine Mischung mit Gras und
Zwischenfrüchten: Dadurch werde sichergestellt, dass es auf den Feldern
der Landwirte keine ökologisch schädlichen Monokulturen gebe.
In einem Umkreis von zehn Kilometern wurden bisher 50 Landwirte als
Lieferanten gewonnen. Alle sind aus der Umgebung von Eggolsheim. Die
Verträge laufen immer auf fünf Jahre. Geus: „Wir wollen keinen
Transport-Tourismus und wir wollen keine Monokulturen.“
Städte arbeiten zusammen
Herbert Drombrowsky, Vorstandsvorsitzender der N-Energie und damit einer
der größten kommunalen Energieversorger Deutschlands, betonte die
Bedeutung der Zusammenarbeit unter den Städten. „Das ist ein Beispiel
dafür, dass wir dazu fähig sind.“ Mit der Bioerdgasanlage in Eggolsheim
werde ein „komplett geschlossener Kreislauf“ geschaffen. Sogar der
Dünger, der als Nebenprodukt anfällt, kann auf den Feldern der Umgebung
verwendet werden.
Die N-Energie setzt mit der Eggolsheimer Investition ihre Strategie
fort, verstärkt regional Energie zu erzeugen. In Mittelfranken baut der
Energieversorger eine weitere Bioerdgasanlage, in Nürnberg geht dieses
Jahr ein Biomasse-Kraftwerk auf Holzbasis in Betrieb. Langfristig wolle
man sich „von Gasimporten unabhängiger machen“, so Dombrowsky. Da sei
die Anlage in Eggolsheim ein „wichtiger regionaler Punkt“.
Freitag, 04.02.2011
(
Fränkischer Tag)
Eine Biogasanlage für zehn Millionen Euro
Investition Die Stadtwerke Forchheim, die Stadtwerke Erlangen, Eon Bayern und N-Ergie investieren zehn Millionen Euro in den Bau einer großen Biogasanlage auf Eggolsheimer Flur. Die Anlage soll jährlich 32 Millionen Kilowattstunden Energie liefern und noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Bio-Erdgas ist saubere Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Foto:
Josef Hofbauer
In wenigen Wochen soll es los gehen. Auf einem drei Hektar großen
Grundstück bei Eggolsheim baut die Regnitz-Stromverwertung zusammen mit
der N-Energie eine Bio-Erdgasanlage, die jährlich 32 Millionen
Kilowattstunden Strom produzieren soll. Betrieben wird die Anlage von
der "Bioerdgas Eggolsheim GmbH", an der die genannten Energieversorger
je zur Hälfte beteiligt sind. Mit im Boot sind auch die Forchheimer
Stadtwerke, die Erlanger Stadtwerke und die EON Bayern, die jeweils zu
einem Drittel an der Regnitzstromverwertung beteiligt sind.
Das Grundstück, auf dem die bereits genehmigte Anlage errichtet wird,
ist bereits im Besitz des Energieversorgers.
Auch die Rohstoffversorgung ist bereits gesichert.
"Wir wollen keinen Rohstoff-Tourismus. Durch vertragliche Vereinbarungen
mit den Landwirten ist sicher gestellt, dass die benötigten 37.000
Tonnen Substrat aus einem Umkreis von rund zehn Kilometer rund um die
Anlage kommt", erklärt der Vorstandsvorsitzender der N-Ergie
Aktiengesellschaft Herbert Dombrowsky.
Durch die Kooperation mit etwa 50 Landwirten werde nicht nur die
Wertschöpfung in der Region gestärkt, durch die Verträge sei auch eine
"ordentliche Fruchtfolge" gewährleistet, wodurch der ökologische Aspekt
des Projektes unterstrichen werde.
"Wir wollten keine Monokultur, sondern nachhaltige Landwirtschaft",
unterstrich Dombrowsky.
"Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt eine gemeinsame regionale
Allianz zugunsten der Umwelt schmieden konnten. Gerade beim Ausbau der
erneuerbaren Energien sind Kooperationen und gemeinsames Handeln
wesentlich zielführender als konkurrierende Insellösungen" bekräftigte
Wolfgang Geus, Vorstand der Regnitzstromverwertung.
Die Anlage besteht aus vier bis fünf Fahrsilos und sechs Meter hohen
Türmen, auf denen vier Meter hohe Glashauben sitzen.
Zur Aufbereitung des Gases, das Erdgas-Qualität haben soll, sind zwei
rund 15 Meter hohe "Waschtürme" mit einem Durchmesser von knapp drei
Metern notwendig. Über eine drei Kilometer lange Leitung wird das Erdgas
schließlich in das Leitungssystem der Forchheimer Stadtwerke
eingespeist.
Der "Fahrplan" für die Realisierung des Projektes, das immerhin zehn
Millionen Euro kosten wird, ist ehrgeizig. Bereits Ende dieses Jahres
soll die 3,5-Megawatt-Anlage Gas produzieren.
Bei der Energieversorgung setzt der Nürnberger Energieversorger künftig
verstärkt auf regenerative Energien. Die Bioerdgasanlage Eggolsheim ist
ein solcher Baustein. Zwischen Gollhofen und Ippesheim errichtet der
Regionalversorger eine der größten Biogasanlagen Bayerns. Über eine
Partnergesellschaft zählt N-Ergie auch zu den größten Betreibern von
Photovoltaikanlagen. Regenerative Energie gewinnt das Unternehmen auch
aus Windkraft. Zusammen mit den Stadtwerken Leipzig hat der Nürnberger
Stromversorger einen Windpark in Sachsen-Anhalt gekauft.
Mittwoch, 02.02.2011
(
Nordbayerische Nachrichten)
Stadtwerke mit Vollgas auf dem Holzweg
FORCHHEIM - Die Stadtwerke Forchheim wollen möglichst schnell ein Holz-Heizkraftwerk bauen, das Fernwärme und Strom liefert. Bis Mai muss die Politik die Standortfrage für das 32 Meter hohe Betriebsgebäude klären. Ende 2013 könnte es schon in Betrieb gehen.

Ein ähnlich großes Holz-Kraftwerk wie dieses in Ernsthofen bei Linz in Österreich ist für Forchheim geplant.
Es ist das ganz große Rad, das das städtische Unternehmen dreht. Nachdem man jahrelang regenerative Energien misstrauisch beäugt hat, ist Stadtwerkechef Reinhold Müller nun überzeugt, wem die Zukunft gehört: dem Holz. „Jeder Stadtwerkechef, der denkt, er könnte auf den ausgefahrenen Schienen weiterfahren, der irrt“, sagt Müller. Das bedeutet für die Stadtwerke: sich unabhängiger machen von Gas- und Stromlieferanten und möglichst selbst produzieren.
Zweigleisige Strategie
Dabei fährt Müller zweigleisig: Einerseits beteiligen sich die Stadtwerke zu 50 Prozent an einer neuen Biogasanlage, die zwischen Eggolsheim und Forchheim gebaut wird (wir berichteten), und an der auch der Nürnberger Energieerzeuger N-Ergie beteiligt ist. Das erzeugte Biogas wird aufbereitet, so dass es direkt bei Forchheim-Nord in die Erdgasleitung eingespeist wird. Das Biogas aus Eggolsheim deckt dann rund 15 Prozent des Gasverbrauchs der Stadt Forchheim ab.
Für Müller zeigt das Beispiel: „Wir müssen etwas machen, sonst machen es andere.“ Die Eggolsheimer Anlage sei schließlich zuerst ohne die Forchheimer Stadtwerke geplant worden.
Das Bioerdgas wird die Bilanz Forchheims in Sachen regenerative Energien auf einen Schlag stark verbessern. Ein Biomasse-Heizwerk würde diese Prozentzahl nochmals nach oben jagen. Das derzeit geplante Kraftwerk kann 70000 Tonnen Holz verfeuern. Daraus würden 60 Gigawatt-Stunden Fernwärme erzeugt, was 20 Prozent des Verbrauchs der Stadt entspricht, sowie 40 Gigawatt-Stunden Strom, was ebenfalls 20 Prozent des Stromverbrauchs der Stadt abdecken könnte.
„Existenzielle Entscheidung“
Müller sieht in der Investition in ein Biomasse-Heizwerk eine „existenzielle Entscheidung“ der Stadtwerke. 37 Millionen Euro wird der Bau der Anlage kosten; das Verlegen eines komplett neuen Fernwärmenetzes in der Stadt wird auf zusätzlich 13 Millionen Euro geschätzt. „Wenn die Investition schiefgeht, dann sind wir weg.“ Weil das keiner will, geben sich in der Haidfeldstraße, dem Sitz der Stadtwerke, seit Monaten die Berater die Klinke in die Hand.
Deren Ergebnisse verbreiten Hoffnung. Ein Biomasse-Heizwerk in Forchheim würde sich lohnen. Neu ist: Gewerbekunden wie Huhtamaki und Wellpappe, die Dampf für ihre Produktion benötigen, sind für den kaufmännischen Erfolg nicht mehr zwingend notwendig. Laut Müller würde sich die Stadt Forchheim mit ihren Gebäuden ebenso anschließen wie der Landkreis mit Turnhallen und Gymnasien. Auch die Wohnungsgenossenschaften seien sehr interessiert.
Inzwischen hat sich ein hochinteressanter Kunde hinzugesellt: Siemens verdoppelt wie berichtet seinen Standort Forchheim auf knapp 3000 Mitarbeiter. Neue Bürogebäude werden gebaut. Wie Projektleiter Stefan Loskarn von den Stadtwerken sagt, sei der Konzern sehr interessiert an einer umweltfreundlichen Stromlieferung.
Die Zeit drängt. Holz ist nicht unbegrenzt regional lieferbar. Wird in Forchheim ein Heizwerk gebaut, sei in einem Umkreis von 40 Kilometern kein zweites mehr rentabel, erläutert Loskarn. Mit bis zu 200 Lieferanten wollen die Stadtwerke Verträge schließen, um sich nicht von einem Großen abhängig zu machen. Die Forchheimer Anlage basiert auf Frischholz. Kronen und Wurzelstöcke werden direkt nach dem Schlagen geliefert.
Die Ingenieure der Stadtwerke wollen das eigene Kraftwerk. Nun muss der Stadtrat über einen Standort entscheiden. Seit vergangenem Jahr werden Grundstücke in der Käsröthe (hinter den Jahn-Tennisplätzen), am Stahl (nahe des C&A-Lagers), südlich des Augrabens und inzwischen auch an der Lände diskutiert.
Klar ist: Die Höhe des Betriebsgebäudes von 32 Metern wird zu Diskussionen führen. Zum Vergleich: Das alte Hochregallager von Kimberly Clark ist 30 Meter hoch. Hinzu kommt beim Kraftwerk ein 40 Meter hoher Schornstein.
Eigener Grund als Bauland
„Es wird mit Sicherheit nicht einfach“, weiß Oberbürgermeister Franz Stumpf. Andererseits ist er sicher, „dass sich ein Standort findet“: An der Lände zum Beispiel besitzt die Stadt selbst die fraglichen Grundstücke. Ein Heizwerk sei hier schnell gebaut.
Den genauen Rechner Stumpf treibt eine andere Sorge um. Wenn die Stadtwerke ins Fernwärmegeschäft einsteigen, machen sie ihrem Geschäftsbereich Erdgas selbst Konkurrenz. Das Gas bringt bisher die Gewinne.
Uneingeschränkt positiv sehen die Forchheimer Grünen die Investition. „Das ist eine große Nummer“, sagt FGL-Fraktionsvorsitzende Annette Prechtel. „Man darf die Stadtwerke nicht überlasten, aber es ist leistbar.“ Dafür dürfen die Grünen für sich reklamieren, dass sie die Abkehr von Öl und Gas früh gefordert haben: Schon 1988 hatte die FGL eine Wende in der Energiepolitik verlangt.
Die CSU mit Udo Schönfelder an der Fraktionsspitze sieht sich ebenfalls als Fraktion, „die das Thema vorantreibt“. Schönfelder befürwortet, dass sich die Stadtwerke „dezentral aufstellen“. Er sieht zudem die CSU-Linie bestätigt, dass in der Region „Wasserkraft und Holz zu uns passen“, nicht aber Windräder.
Die Mehrheit im Stadtrat für das Projekt scheint geradezu sicher, denn auch die SPD mit Sprecher Reinhold Otzelberger ist für die Investition. Allerdings fehle noch der Geschäftsplan, sagt Otzelberger, der letztlich zeigt, ob sich das Projekt lohnt. Dennoch meint der Sozialdemokrat, dass der Bau eines eigenen Kraftwerks ein „sehr positives Projekt“ sei. Die Anlage könnte zur „unternehmerischen Perle“ der Stadtwerke werden und schaffe außerdem Arbeitsplätze.
Mittwoch, 25.08.2010
(
infranken.de)
Schuften für die Sommerträume

Michael Kamm (l.) arbeitet jetzt in den Ferien drei Wochen bei den Stadtwerken Forchheim, um ans Meer zu fahren. Foto: Pelke
Ferienarbeit Wenn die Schultore in den Sommerferien dicht sind, legen sich damals wie heute viele Schüler einen Ferienjob zu. Im Sommer 1958 rackerte Joachim Kortner in einer Ziegelei. Michael Kamm kümmert sich heute bei den Stadtwerken Forchheim um kaputte Rechner.
Vor dem Vergnügen hat der liebe Gott bekanntlich den Schweiß gesetzt. Wer also trotz Ebbe im Geldbeutel den Sommer am Meer verbringen und die Seele baumeln lassen will, dem können ein paar Euros in der Tasche nicht schaden. Für Schüler und Studenten heißt das im Klartext: Ein Ferienjob muss her, um die Urlaubskasse aufzubessern.
Im Sommer 1958 träumte Joachim Kortner zwar nicht von fernen Ländern. Aber ein Tonbandgerät mit Halleffekt musste es damals unbedingt sein. In einer Ziegelei bei Coburg schuftete der damals 17-Jährige zusammen mit seinem Bruder Wolfgang für eine Mark und fünfzig Pfennige. Zu den erholsamsten Tätigkeiten gehörte noch das Zerkleinern der Ziegel im Ziegelbruch. Beschwerlicher sei da schon die Arbeit auf dem Trockenboden gewesen, erinnert sich Kortner.
"Wir nannten diesen Ort damals bezeichnenderweise nur die Hölle", erinnert sich der Autor aus Ebermannstadt weiter.
Dank der Abluft aus den Brennkammern stieg das Thermometer nicht selten über 50 Grad. Für etwas Abwechslung sorgte das Verladen der Dachziegel auf die schweren Lastwagen. "Diese Maloche wird ja heute ausnahmslos von Gabelstaplern durchgeführt", scherzt Kortner, der seine Erlebnisse aus diesem arbeitsreichen Sommer in dem Buch "Raststraße" in der Episode "Halleffekt" literarisch verarbeitet hat.
Nach zwei Wochen Schwerstarbeit in der Ziegelei habe ein Freund den Brüdern erzählt: "Sie seien ja schon blöd, so zu malochen. Ziegelei Esbach, da gäbe es keinen klugen Job. Sie müssten nur schauen, dass sie in die Tongrube kämen. Den ganzen Tag an der frischen Luft. Ab und zu komme die Schmalspurbahn mit ein paar Waggons angetuckert. Das Beladen besorge sowie der Bagger", schreibt Kortner in seinen literarischen Jugenderinnerungen "Raststraße".
Einen "klugen" Ferienjob hat sich auch Michael Kamm an Land gezogen. Der 18-jährige Schüler aus Neunkirchen am Brand arbeitet in den Sommerferien insgesamt drei Wochen bei den Stadtwerken Forchheim als Verstärkung der Computerfachmänner.
Wenn ein Rechner der neuen Kollegen nicht mehr mag, kümmert sich Michael um den IT-Support. "Ich wollte die ganzen sechs Wochen nicht nur zu Hause rumsitzen", erzählt der Fachoberschüler im klimatisierten Büro. Weil er im Sommer ans Meer fahren wollte - die Eltern hätten gesagt, er sei alt genug, sich ein bisschen Geld selbst zu verdienen - habe er sich eben für drei Wochen Ferienarbeit entschieden. "Hier bekomme ich zwar nicht so viel Geld wie in einer Fabrik, aber das Thema interessiert mich einfach und macht mir Spaß", freut sich Michael. Ein richtig strahlendes Lächeln zieht freilich erst über sein Gesicht, als er von seinen Urlaubsplänen erzählt: "Ich fahre mit einem Freund eine Woche an die spanische Küste zum Feiern und Urlaub machen." Viele seiner Schulkameraden würden sich im Sommer auch etwas Reisegeld verdienen. "Spanien ohne Kohle ist halt auch nix," sagt der 18-Jährige ohne Illusionen, während er einen Computer neu formatiert. Außerdem gefalle ihm die Arbeit und vielleicht will er später auch mal Informatik studieren. Aber erstmal stünde Sonne, Strand und Meer nach dem Ferienjob auf seinem Stundenplan ganz oben.
Von: Nikolas Pelke
Mittwoch, 11.08.2010
(
Nordbayerische Nachrichten)
Preiskampf von der Börse bis zur Steckdose
Trotz stark rückläufiger Einkaufspreise wird Energie für Verbraucher immer teurer - Zwei Jahre Vorlauf.
FORCHHEIM - Eine Milliarde Euro: Diese Summe sollen die deutschen Stromkonzerne für 2010 zu viel von ihren Kunden abkassiert haben. Der Einkaufspreis für Strom ist seit 2008 um bis zu 40 Prozent gesunken, auf eine Preissenkung warten viele Verbraucher jedoch vergeblich.
"Energie-Broker" Michael Penert kauft für die Stadtwerke Forchheim an der Leipziger Strombörse ein.
Warum steigt der Strompreis?
Der freie Wettbewerb hat versagt. Diesen Schluss ziehen die Grünen aus einer Studie, die sie selbst in Auftrag gegeben haben. Würden die Deutschen häufiger und schneller ihren Stromanbieter wechseln, "würde die Weitergabe von Preissenkungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besser funktionieren", meldet die Öko-Partei in einer Pressemitteilung. Reinhold Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim, fühlt sich von den Ergebnissen der Gutachter ungerecht behandelt: "Bei den großen Energiekonzernen - Eon, RWE, EnBW und Vattenfall - kann ich mir gut vorstellen, dass die nur auf Gewinnmaximierung aus sind. Aber wir sind ein kommunaler Anbieter, die Stadtwerke gehören ja quasi den Bürgern!" Aus über 900 Stromanbietern kann ein Kunde in Forchheim wählen. "Trotzdem kaufen 93 Prozent der Forchheimer ihren Strom bei uns", erzählt Müller stolz, "weil sie wissen, dass sie bei uns nicht über den Tisch gezogen werden und den persönlichen Kontakt schätzen." Um einen Cent je Kilowattstunde haben die Stadtwerke ihren Preis 2010 gesenkt, trotz der um ebenfalls einen Cent gestiegenen Abgabe aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). "Nur 100 aller hier verfügbaren Anbieter haben heuer ihre Preise gesenkt - da stehen wir wirklich nicht schlecht da", findet Müller.
Gemeinschaftlicher Einkauf
Dennoch ist diese Art Einkauf bei vielen kommunalen Stromanbietern gängige Praxis. Sowohl die Stadtwerke Ebermannstadt als auch die Elektra-Genossenschaft Effeltrich haben sich wie auch die Forchheimer Stadtwerke in Einkaufsgemeinschaften zusammengeschlossen, um mit einem größeren Stromvolumen den Preis zu drücken. "Je langfristiger wir die Kontingente kaufen, desto günstiger wird der Preis", erläutert Karl Heinl, Vertriebsleiter der Stadtwerke Ebermannstadt, "allerdings immer in Relation zum aktuellen Kurswert." Von den niedrigen Einkaufspreisen können die Kundem der kommunalen Anbieter also derzeit nicht profitieren - erst in zwei Jahren, wenn der heute billige Strom aus der Steckdose kommt. Und Zukäufe zu dem bestellten Vorrat können zu günstigeren Preisen getätigt werden. "Die Leidtragenden sind hier die kleinen Anbieter", findet Rudolf Wagner, Geschäftsführer der Elektra Effeltrich, "je kleiner ein Unternehmen ist, desto schwerer wird es, sich am wachsenden Markt zu behaupten." Die Elektra etwa hat gerade mal an die 1000 Kunden. Wenn da nur fünf zu einem anderen Anbieter wechseln, ist das bereits ein herber finanzieller Rückschlag für die Genossenschaft. Auch Heinl fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt: "Solche Studien verunsichern die Kunden, obwohl wir zu keinem Zeitpunkt auf größtmögliche Gewinne aus waren."
Regelmäßig Anbieter wechseln
Daniela Czekalla von der Verbraucherzentrale Bayern in München kann allerdings nicht bestätigen, dass nur die großen Energieriesen mit überteuerten Preisen aufwarten: "Wenn der Staat die Abgabenlast erhöht, schlägt das sofort auf den Verbraucher durch. Wenn diese Belastungen umgekehrt sinken, fällt der Endpreis noch lange nicht." Viele Kunden klagten bei der Verbraucherzentrale auch gerade über ihren Grundversorger, so Czekalla. "Und letztendlich ist es immer das gleiche: Einer erhöht die Preise, die anderen ziehen nach." Wer als Verbraucher sicher stellen möchte, dass er nicht zuviel für seinen Strom zahlt, sollte einen Online-Strompreisrechner zu Rate ziehen, empfiehlt die Expertin. Verivox.de ist einer dieser Dienste. Mit dem freien Wettbewerb am Energiemarkt ist Preise vergleichen eine Pflichtübung, um nicht unnötig drauf zu zahlen, so Czekalla: "Nur wenn die Verbraucher regelmäßig ihren Anbieter wechseln, werden die Stromkonzerne gezwungen, ihre Preise niedrig zu halten." Die Stadtwerke Forchheim geben sich hier schon alle Mühe: Für 2011 plant Geschäftsführer Müller, die Preise zumindest zu halten.
Verena Pohl
Donnerstag, 22.07.2010
(
Fränkischer Tag)
Mehr Sicherheit für Gas-, Strom- und Wasserkunden
UNTERNEHMEN Experten der Versorgungswirtschaft haben die Stadtwerke Forchheimgenau unter die Lupe genommen. Ein
neues technisches Qualitätsmanagement soll den Kundenmehr Sicherheit und demUnternehmen Rechtssicherheit bringen.

Reinhold Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim (links), freut sich mit OB Franz Stumpf (Dritter v.r.) über die erfolgreiche Überprüfung durch das Technische Sicherheitsmanagement. Foto: np
Forchheim - Jetzt haben es die
Stadtwerke Schwarz auf Weiß:
In Sachen Strom, Wasser und
Gas ist das kommunale Versorgungsunternehmen
spitze. Die Urkunde schaut nicht nur
schön aus. Auch die Kunden
werden etwas davon haben.
Schließlich soll damit die Qualität
und Sicherheit auf höchstem
Niveau beibehalten und sogar
verbessert werden. Experten
haben den Betrieb an zwei Tagen
von Kopf bis Fuß durchleuchtet,
ehe sie nun zum „krönenden
Abschluss“ am Mittwoch offiziell
verkünden konnten: Die
Überprüfung ist bestanden! Freilich geht beim Thema
Qualitätsmanagement nichts
von heute auf morgen. Melanie
Dinkel bemühte sich bereits im
Vorfeld, ihre Kollegen bei den
Stadtwerken auf die Anforderungen
sowie den Sinn und
Zweck des „Technisches Sicherheitsmanagements“
einzustimmen. Kernbaustein der Qualitäts- und
Sicherheitsoffensive sind die
neuen Leitfäden. Kleinste Fehler
und Nachlässigkeiten sollen
so vermieden werden. Im Fokus
ist neben geregelten Abstimmungsprozessen
und einer klaren
Organisationsstruktur die
Dokumentation.
Oberbürgermeister Franz
Stumpf machte aus seinem Seelenleben
keine Löwengrube und
gestand: „Im Grunde meines
Herzens kann ich das ständige
Dokumentieren nicht leiden,
aber es ist leider heute äußerst
wichtig.“ Stumpf, gelernter Jurist
und gleichzeitig auch Aufsichtsrat
der Stadtwerke, geht es
um Rechtssicherheit für Betrieb
und Stadt. Wenn man heute
nicht haarklein seine Arbeit lückenlos
dokumentiere, komme
man im Schadensfall ganz
schnell in Teufels Küche. Das Thema ist freilich eine
Gratwanderung. Schließlich
muss neben der Schreiberei auch
noch gearbeitet werden. Deswegen hat Reinhold Müller,
Geschäftsführer der Stadtwerke,
auch alle Mitarbeiter
noch einmal eindringlich gebeten,
die neuen Richtlinien auch
mit Leben zu füllen. Jörg-Helge Möller, Geschäftsführer
der Vereinigung des Gas- und
Wasserfaches, lenkte den
Blick auch auf die Entwicklung
der letzten Jahre auf dem Versorgermarkt.
Nach der Liberalisierung
des Wasser-, Strom- und
Gasmarktes habe man im Jahr
2000 freiwillig ein Sicherheitsmanagement
eingeführt, weil
die Versorger damals befürchteten,
dass Abstriche beim Thema
Sicherheit aufgrund des Kostendrucks
gemacht werden könnten.
Heute würden speziell die
kleinen und mittleren Versorungsunternehmen
unter den
zahlreichen administrativen
Aufgaben und bürokratischen
Vorschriften leiden. Reinhold Postler, technischer
Leiter der Stromversorgung bei
den Stadtwerken, gab ohne Umschweife
zu, dass bei den Technischen
Sicherheitsmanagements
auch einige Schwachstellen
beispielsweise in puncto
Meldeketten und Zuständigkeiten
im Notfall entdeckt worden
seien. Freilich betonte der Ingenieur
auch, dass die örtliche Nähe
des kommunalen Versorgers
zu den Kunden selbst ein großer
Vorteil sei. Im Schadensfall
könnten schnell zahlreiche Mitarbeiter
rund um die Uhr alarmiert
werden. Die Auszeichnung zeige das
hohe technische Niveau der
Stadtwerke, freute sich Oberbürgermeister
Franz Stumpf.
Generell sieht man sich bestätigt,
an der kommunalenVersorgung
festgehalten zu haben.
Freitag, 23.07.2010
(
Nordbayerische Nachrichten)
Stadtwerke für Sicherheit zertifiziert
Die Stadtwerke Forchheim versorgen ihre Kunden technisch auf höchstem Niveau. Jedenfalls besagt dies ein Zertifikat für „technisches Sicherheitsmanagement“, das nun sowohl an das Versorgungsunternehmen als auch an die EFG Erdgas Forchheim verliehen wurde. Von der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches ( DVGW) wurden die Unternehmen auf Kriterien wie Versorgungssicherheit, Organisationsstruktur und Weiterbildung des Personals untersucht. Zwei Tage lang wurden die Stadtwerke genau „durchleuchtet“. Die Überprüfung erfolgte freiwillig. Auf unserem Bild freuen sich (von links) Melanie Dinkel und Reinhold Postler (beide Stadtwerke), Jörn-Helge Möller (DVWG), Oberbürgermeister Franz Stumpf und der Leiter der Stadtwerke Forchheim, Reinhold Müller. F.: Huber
Freitag, 15.01.2010
(
Fränkischer Tag)
Die Stadtwerke standen unter Strom
PREISENTWICKLUNG
90 Prozent der Forchheimer beziehen ihre Energie von den örtlichen Stadtwerken. Die haben zum Jahreswechsel die Tarife gesenkt. Nicht zuletzt weil sie mit Geschick und Glück am Markt agierten.
Zum Anzeigen des kompletten Artikels (im pdf-Format) bitte HIER klicken.
Donnerstag, 02.07.2009
(
Fränkischer Tag)
Praktikant Stumpf stand unter Strom
JUBILÄUM Vor 40 Jahren schnupperte Oberbürgermeister Franz Stumpf mehrere Wochen bei den Stadtwerken. Gestern frischte er seine Eindrücke von damals im Trafohäuschen auf.
Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhold Müller (l.) und Netzmeister Hans Hümmer (h.) assisitieren "Praktikant" Franz Stumpf (v.)
Forchheim - Weil sein Vater wollte, dass er nach dem Abitur Elektrotechnik studiert, absolvierte Franz Stumpf vor 40 Jahren ein Betriebspraktikum bei den Stadtwerken. Zum Jubiläum schlüpfte der Oberbürgermeister noch einmal in den Blaumann, schwang sich aufs Rad und schaltete unter fachlicher Anleitung von Netzmeister Hans Hümmer das Ganzjahresbad ans Forchheimer Stromnetz. "Ihr müsst aufpassen, dass dem Stumpf nichts passiert. Sein Vater ist Staatsanwalt", habe der damalige Stadtwerke-Chef seinen Mitarbeitern eingeimpft, wusste Geschäftsführer Reinhold Müller zu berichten.
Und auch Franz Stumpf ist das Praktikum gut in Erinnerung geblieben. Am Trafohäuschen an der Daimlerstraße durfte er mitarbeiten und beim Einbau des Notstromaggregats im Klinikum mithelfen. Er fertigte beispielsweise auch Sammelschienen aus Rundkupfer für die luftisolierten Schaltanlagen. "Das war vielleicht ein heißer Sommer", sagte Stumpf und erzählte, dass man Ihn auch zum Bierholen schickte. "Die Flsche kostete damals 50, 60 Pfennig."
Diese Eindrücke wirkten nachteilig. "Ich habe schnell gemerkt, dass Elektrotechnik nichts für mich ist."
Redaktionsmitglied Torsten Geiling
Freitag, 29.05.2009
(
Nordbayerische Nachrichten)
Junge Künstler hatten Ideen zum "Wasser"
Die „Tage des Wassers“ im März waren ein Erfolg für den Veranstalter, die Stadtwerke Forchheim. Vor allem Kindern sollte vermittelt werden, dass das so selbstverständlich aus der Leitung fließende Wasser keine Selbstverständlichkeit ist. Bei einem Malwettbewerb konnte der Nachwuchs das Thema „Wasser“ künstlerisch aufarbeiten, jetzt überreichte Stadtwerkechef Reinhold Müller (re.) mit zwei Mitarbeitern (li.) die Preise. Sieger wurde Julian Pflefka (vorne) aus Forchheim, sieben Jahre, der einen Experimentier-Kasten plus Trinkflasche erhielt; den zweiten Platz belegte der gleichaltrige Michael Haas aus Forchheim, der Buntstifte und eine Wasserspritzpistole bekam. Auf dem dritten Platz landete die sechsjährige Johanna Müller aus Forchheim, sie gewann ein „Creativ-Set“ zum Gestalten von Textilien. In der Altersklasse ein bis fünf Jahre gewann Jule Müller (re.) aus Forchheim, drei Jahre, die sich über Knetmasse-Set freute.
Freitag, 24.04.2009
(
Nordbayerische Nachrichten)
Feinarbeiterinnen und Klotzturm-Bauer
FORCHHEIM - Jungen in Kinderkrippen und Mädchen bei den Stadtwerken - beim "Girls’ and Boys’ Day" in der Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim sollten fast 600 junge Menschen Berufe kennen lernen, die für ihr Geschlecht untypisch sind.

Der elfjährige Josef hat Spaß am Umgang mit den Kindern der Krabbelstube "Schneckenhaus". Dagegen probieren sich die Mädchen in der Werkstatt der Stadtwerke aus. Foto: Roland Huber
Die zweijährige Aya ist verzweifelt: Immer wieder schiebt das kleine Mädchen mit den brauen Zöpfen den Reifen ihres grünen Spielzeugbaggers auf die gelbe Achse und versucht, es anzuschrauben. Wie zur Demonstration schüttelt sie das Gefährt dann und das Rad plumpst wieder auf den Tisch. Dann schaut sie aus ihren großen, braunen Augen zu Josef Eibert und holt dem Elfjährigen das Spielzeug hin. Der grinst, dreht das Rad zwei Mal in die andere Richtung und gibt Aya den Bagger zurück.
"Was mit Menschen machen"
"Ich mag in meinem Beruf gerne mal was mit Menschen machen und Kinder mag ich besonders gern", erzählt Josef. Der Montessori-Schüler aus Baiersdorf verbringt seinen "Boys’ Day" in der Kinderkrippe "Schneckenhaus" in der Von-Hirschberg-Straße. War er am Anfang des Tages noch etwas scheu beim Umgang mit den Kindern, kann er sich jetzt vor Spielkameraden kaum retten: Für Sarah soll er der Kasperle-Handpuppe Leben einhauchen, während Luca in ihm seinen Co-Architekten für das Bauklotzturm-Projekt sieht.
Zur gleichen Zeit einige Kilometer weiter westlich wird die 15-jährige Katharina Riedel durch die Stadtwerke geführt: "Ob ich in die Technik gehe, weiß ich noch nicht", meint das Mädchen aus Großenseebach. Mit vier anderen Mädchen hat sie sich zu einer Führung bei dem Versorgungsunternehmen angemeldet - "um mich umzusehen". Im Sommer möchte sie ein Praktikum in einem Chemielabor machen; einen festen Berufswunsch hat sie noch nicht.
Das Image der Stadtwerke, nur Jobs für Männer anzubieten, vergraule mögliche Bewerberinnen, meint Techniker Reinhard Weber, der die Mädchen heute betreut: "Viele Berufe bei uns sind für Frauen eben nicht so prädestiniert." Mit der Gruppe besucht er eine Straßenbaustelle, in der neue Wasserrohre verlegt werden. "Frauenberuf", sagt er lächelnd und deutet auf zwei regendurchnässte Bauarbeiter. "Dabei brauchen wir auch in der Technik und in der EDV-Abteilung gut ausgebildete Fachkräfte. Das ist Feinarbeit, eben für Frauen", erklärt Weber. Aber von den über 20 weiblichen Angestellten arbeiten hier nur eine Handvoll als Technikerinnen.
Im "Schneckenhaus" ist es genau umgekehrt: Das Personal ist zu 100 Prozent weiblich, obwohl in der Krippe Jungen wie Mädchen untergebracht sind. "In meiner Klasse damals waren nur zwei Jungen und 23 Mädchen", erzählt Leiterin Sandra Roth. Dabei sind Männer als Bezugspersonen für die Kinder nach Roths Erfahrung ebenso wichtig: "Es braucht eben auch welche, die mit den Kindern gerne rumtoben, das machen meistens männliche Erzieher lieber", sagt Roth. "Viele Mütter sind allein erziehend. Wenn die Kinder dann auch hier nur mit Frauen zu tun haben, fehlt einfach etwas."
Vorurteile ablegen
So ist es das Ziel des "Girls’ and Boys’ Day", dass Jugendliche bei der Wahl des Ausbildungsplatzes ihre Vorurteile ablegen und auch eher ungewöhnliche Berufe für sich entdecken: Die 14-jährige Sonja Postler zum Beispiel ist auf der Baustelle neugierig geworden: Die Forchheimerin stellt einen Vermessungsstab auf den Asphalt, der ihr die Koordinaten der Stelle anzeigt. "Auf einer Baustelle zu arbeiten kann ich mir eigentlich nicht vorstellen", meint sie "aber das Messen und Zeichnen finde ich spannend."
Josef Eibert ist sogar richtig begeistert von dem Beruf, in den er heute hineinschnuppern darf: "Mit den Kindern zu spielen macht total viel Spaß, das ist für mich in einem Beruf eh das Wichtigste", sagt Josef. Erschöpft und ein wenig müde ist er trotzdem: Die Kleinkinder halten den Elfjährigen den ganzen Tag auf Trab: "Dauernd spielen, beim Mittagessen servieren helfen oder hinterherkehren, wenn einem Kind ein Keks runterfällt, das macht schon müde", erklärt er mit einem Grinsen.
Als er nach sechseinhalb Stunden im "Schneckenhaus" den Heimweg antritt, ist Josef um viele schöne Erfahrungen reicher: "Ob ich wirklich Erzieher werden will, weiß ich noch nicht genau. Aber beim nächsten Boys’ Day komm ich wieder hierher."
Isabel Metzger und Alexander Demling
Dienstag, 07.04.2009
(
Nordbayerische Nachrichten)
Per Internet im Kontakt mit den Stadtwerken
Die Stadtwerke Forchheim haben einen vollkommen neu gestalteten Internetauftritt. Ab sofort können Kunden dort auch Zählerstände melden, eine Einzugsermächtigung ausfüllen oder Abschlagszahlungen ändern.

Foto: Irene Lenk
René Holler (li.) und Jens Hofmann zeigen wie es geht: Zählerstand ablesen und per Internet melden.
FORCHHEIM — Mit drei Klicks soll der Kunde der Stadtwerke die gewünschte Information oder Aktion auf der Website erreicht haben. Das klappt nicht immer, aber selbst wenn mal fünf Klicks notwendig sind, dann ist das auch wenig und sogar sehr viel weniger als manche andere Internetseite ihren Besuchern zumutet.
Eine klare, moderne Gestaltung stand an erster Stelle der Aufgabenliste, mit der sich die Forchheimer Firma flame.design ans Werk machte. Alle wesentlichen Informationen über die verschiedenen Produkte der Stadtwerke mussten aber enthalten sein.
Die zweitwichtigsten Neuerungen sind in der Rubrik Service unter dem Stichwort Kundencenter zu finden. Dort können rund um die Uhr die Zählerstände für Strom, Wasser oder Erdgas angegeben werden, die Bezahlung per Bankeinzugsverfahren lässt sich regeln oder die Höhe der Abschlagszahlungen korrigieren.
Datensicherheit über alles
Um die Stadtwerke vor böswilligen Attacken aus dem Netz zu schützen und den Datenschutz aus Kundensicht zu gewährleisten, war hier ein Haufen Programmierarbeit nötig, den der Benutzer möglichst gar nicht merken soll: Alle Angaben werden im Hintergrund sofort auf ihre Plausibilität überprüft, Mängel und Fehler werden dann in leicht verständlicher Form gemeldet.
Ebenso wichtig war René Holler (25) und Jens Hofmann (28), den beiden Machern der Firma flame.design, dass die Nutzer zügig wieder auf die vorangegangene Seite zurückfinden, um Korrekturen auszuführen. Denn: Je präziser die von außen kommenden Angaben sind, umso seltener müssen die Leute von den Stadtwerken aufwändige Nachfragen starten.
Aber auch die Stadtwerke-Mitarbeiter mussten lernen, zum Beispiel sollen sie jetzt die Inhalte selbst aktualisieren. Das Rüstzeug wurde ihnen von flame.design in Schulungen mit auf den Weg gegeben.
Übrigens: René Holler und Jens Hofmann haben auch schon die Internetseite des Klinikums Forchheim und eine Animation für die Wasser-Ausstellung der Stadtwerke gestaltet.
Samstag, 07.03.2009
(
Fränkischer Tag)
Wasser steht in Kaiserpfalz im Mittelpunkt
Die Stadtwerke Forchheim stellen das Thema "Wasser" in den kommenden Wochen in den Fokus ihrer Arbeit. Am Samstag wurde im Beisein von Professor Hans Köpp die Ausstellung "Wasser ist unsere Zukunft" in der Kaiserpfalz eröffnet.
Bild: Torsten Geiling
Zähneputzen, Toilette benutzen, trinken: Täglich verbrauchen wir im Schnitt 125 Liter Wasser. Dass das im Vergleich zu den Amerikanern, die mehr als das doppelte benötigen, nicht viel erscheinen mag, relativiert Professor Hans Köpp schnell. "Menschen in Afrika müssen zum Teil mit weniger als drei Litern pro Tag auskommen", sagt der Vertreter der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz, der die Ausstellung zusammen mit Vertretern der Stadtwerke und der Stadt- und Landkreispolitik am Samstag eröffnete.
In den kommenden Wochen sind die Bewohner Forchheims und der Region eingeladen, über ihren Umgang mit dem Wasser nachzudenken, ohne das es kein Leben auf der Erde geben würde. Und dennoch gehen gerade die Menschen in den Industrienationen sehr verschwenderisch damit um.
Die Kindergartenkinder aus Burk hatten in einer kleinen musikalischen Begrüßung vom tropfenden Wasserhahn gesungen. "Der eine wäre nicht das Problem", knüpfte Köpp daran an, "es sind in Deutschland allein hunderte, deren Wasser Nacht für Nacht eine Gießkanne füllen würde."
- Torsten Geiling
Mittwoch, 11.02.2009
(
Nordbayerische Nachrichten)
Flamme nach Burk getragen
Stadtteile im Westen können mit Erdgas versorgt werden.

OB Franz Stumpf und Stadtwerke-Chef Reinhold Müller entzünden die Gasflamme für den Westen. Foto: Roland Huber
In Forchheim werden schon 2000 Wohnungen sowie etliche Fabriken und Großbetriebe mit Erdgas beheizt. In den letzten Monaten ist die Nachfrage jedoch infolge der durch Russlands Konflikt mit der Ukraine gestoppten Gaslieferungen stark zurückgegangen. "Die Leute sind verunsichert", heißt bei den Stadtwerken. Deren Chef, Reinhold Müller, glaubt aber, dass die Wirtschaftskrise bald überwunden ist und wieder mehr von der "sauberen" Energie gebraucht wird.
FORCHHEIM-Burk - Jetzt wurde das Versorgungsprogramm der Stadtwerke-Tochter Erdgas Forchheim GmbH auf der Westseite des Kanals etabliert. In Burk und Buckenhofen konnte man bisher allerdings nur 13 Hausanschlüsse herstellen. Zumindestens beim derzeitigen Ausbau der Buckenhofener Straße sollen aber schon bald noch mehr hinzu kommen. Zum Bau der neuen Leitung, zu der sich auch ein Stromkabel, ein Glasfaserkabel der Telekom sowie ein Rohr für die Trinkwasserversorgung gesellten, hat man eineinhalb Jahre gebraucht.
Allein zwei Monate dauerten die Bohrspülarbeiten im Kanalbett, da der Wasserlauf unterdükert werden musste, was laut Müller "nicht ganz einfach" war. Zur Finanzierung dieses großen Projekts wurden 1,3 Millionen Euro aufgewendet. An der Friedhofsmauer in Burk steht jetzt ein gut verschlossener fast zimmerhoher Metallschrank. Das ist die Station, die die Gaszufuhr für die westlichen Stadtteile regelt. Der Gasstrom kommt hier mit einem Druck von 3,2 Bar an, der dann durch ein automatisches Steuerungsprogramm auf 320 Millibar reduziert und für die spätere Hauslieferung sodann noch ein weiteres Mal verringert wird.
Der Ausbau des Erdgasnetzes in Forchheim ist für Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU) "ein mutiger Schritt" der Stadtwerke, die durch das Burker Projekt einer kompletten Versorgungsschiene auch "Synergieeffekte" geschaffen hätten. Der OB gab am Montag dann auch das Signal für die Belieferung der westlichen Stadtteile, als er zusammen mit Geschäftsführer Müller bei einem Festakt am Abend die Gasflamme entzündete.
Gas verdient Vertrauen
Für Stadtwerke-Chef Müller ist die "Versorgungssicherheit" für Burk, Forchheim-West und Buckenhofen fortan gewährleistet. Der fossile Energieträger rechtfertige "das Vertrauen der Bürger". Laut Müller ist das Naturgas, das vor allem in Ost- europa und Norwegen seine Lagerstätten hat, trotz seiner fossilen Herkunft "umweltfreundlich". Es handele sich um "saubere und preiswerte Energie", die eine große Zukunft habe. In Forchheim konnte man seit der Inbetriebnahme der ersten Versorgungsanlagen auch bei vielen Hausbesitzern punkten. Vor allem in neuen Baugebieten geht ohne Erdgasversorgung längst nichts mehr. Stefan Loskarn, Chef der Abteilung Anlagen/ Netze, glaubt deswegen nicht daran, dass die Flaute im Lager der Häuslebauer von Dauer sei. Forchheim bekomme Erdgas zwar aus Russland, sagte er den NN. Aber auch viel aus Nordeuropa.
HUGO MOLTER 11.2.2009
Mittwoch, 21.01.2009
(
Nordbayerische Nachrichten)
Stadtwerke bringen Kersbach zum Leuchten
Zusammen mit Sigritzau hängen nun alle Ortsteile am Stromnetz der GmbH - Gleichzeitig startet Pilotprojekt "Stadtwerke bringen Kersbach zum Leuchten".

OB Franz Stumpf (li.) und Stadtwerke-Chef Reinhold Müller geht vor dem Kersbacher Feuerwehrhaus ein Licht auf. Foto: Huber
FORCHHEIM-Kersbach - Die Stadtwerke haben alle weißen Flecken auf ihrer Strom-Karte getilgt: Seit 1. Januar hat das Unternehmen das Stromnetz in Kersbach und Sigritzau von Eon übernommen.
Oberbürgermeister Franz Stumpf und Stadtwerke-Chef Reinhold Müller ließen bei der Feierstunde in Kersbach symbolisch das Licht aufgehen: Per Knopfdruck wurde das Feuerwehrhaus angestrahlt. Nach Reuth und Buckenhofen sind nun auch die letzten Ortsteile an das Stadtwerke-Netz angeschlossen.
Harter Knochen
Für Reinhold Müller geht damit ein Wunsch in Erfüllung für den lange Jahre hart gekämpft hat. Nachdem die Stadt die Stromkonzession an den Energieversorger Eon vergeben hatte, ließ der sich nicht so einfach wieder aus dem lukrativen Geschäft vertreiben. Mindestens acht Jahre lang dauerten die Verhandlungen, so Müller. Schließlich nutzte man eine Ausstiegsklausel aus dem Konzessionsvertrag und investierte einen Batzen Geld.
Netzkauf und Umbau kosteten 1,5 Millionen Euro. Eon ist nun nicht mehr Eigner, sondern Mieter und muss wie alle anderen Stromanbieter an die Stadtwerke Nutzungsgeb�hren zahlen, um Kunden in Kersbach mit Strom zu beliefern.
Insgesamt haben die Stadtwerke für den Strom- und Gasanschluss von Kersbach zirka fünf Millionen Euro investiert, so Müller. Ein Betrag, der ihn anfangs stark ins Schwitzen gebracht habe. Zu viele Unwügbarkeiten standen am Beginn der Expansion in den Süden.
Zum ersten Sprung setzten die Stadtwerke an, als die Gasversorgung des Baugebiets Pfandlohe aktuell wurde und ein Konkurrent auf den Plan trat. Der Stadtrat handelte und bewilligte die mehrere hunderttausend Euro teuere Investition. Die Gaserschließung war der Wegbereiter für den Stromanschluss. Als Kersbach vor drei Jahren komplett mit Gas erschlossen war, lagen die Leerrohre für Strom gleich mit im Boden. Meilensteine waren in der Folge die Umsiedlung der Firmen Waasner, Geis und Pohl in den Süden.
Lukratives Gebiet
Stadtwerke-Chef Müller setzt große Hoffnungen auf Kersbach. "Hier gibt es neue Bau- und Gewerbegebiete, der S-Bahnanschluss kommt. Ich erwarte, dass in den nächsten fünf Jahren durch Kersbach der Stromumsatz um zehn Prozent steigt." Derzeit liefern die Stadtwerke an die Forchheimer Kunden zirka 210 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.
Seit Anfang Januar hat das Unternehmen bereits zirka 50 neue Stromlieferverträge mit Kersbacher Bürgern geschlossen, so Dirk Samel von den Stadtwerken. Als Anreiz bekommen die Kersbacher Neukunden einen 25-Euro-Gutschein. Außerdem haben die Stadtwerke den Ortsteil für ein Pilotprojekt, das so genannte "Smart Metering", auserkoren. Dazu werden alle 1100 Stromzähler ausgetauscht. Die neuen Geräte messen die genauen Verbräuche, die der Kunde dann abrufen kann. So lässt sich der Verbrauch besser steuern, erklärt Müller.
Beke Maisch
Mittwoch, 10.09.2008
(
Fränkischer Tag)
Neuer Spülwagen in Betrieb genommen

Fast die gesamte Mannschaft der Stadtwerke versammelte sich vor der Zentrale in der Haidfeldstraße, um den neuen Hochdruckspülwagen feierlich in Betrieb zu nehmen.
Das rund 345.000 Euro teure Fahrzeug wird künftig hoch effizient und wassersparend das Forchheimer Kanalnetz reinigen. Oberbürgermeister Franz Stumpf begrüßte das neue Gefährt in seiner Ansprache als wirksame Investition in den Umweltschutz.
Samstag, 09.08.2008
(
Fränkischer Tag)
Stadtwerke setzen auf Jugend
Mit Noten von 1,4 bis 1,8 in ihren Jahreszeugnissen präsentierten die Auszubilden der Stadtwerke so hervorragende Ergbnisse, dass Geschäftsführer Reinhold Müller ins Schwärmen geriet.
Mit dem Kompliment "Ihr seit die Zukunft der Stadtwerke" überreichte er den Elektroanlagemonteuren Philipp Rossa und Tim Kormann sowie den kaufmännischen Auszubildenden Michael Träger und Tobias Schlund Gutscheine in Höhe von jeweils 50 Euro. Die Notenbeste, Carina Lewey, konnte leider nicht mit dabei sein.
Alle werden übernommen
Die erfolgreichen Azubis können sich darüber freuen von den Stadtwerken in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden. Müller, der darauf verwies, dass er selber zwei Kinder habe und das Auf und Ab in der Entwicklung kenne, freute sich über die Leistungsbereitschaft der jungen Leute, die sich damit als guter Bestandteil unserer Gesellschaft erwiesen.
Ein High-Tech-Betrieb
Die Stadtwerke seien ein High-Tech-Unternehmen und könnten auf dem heutigen Energiemarkt nur überleben durch die Leistung ihrer Mitarbeiter. Nicht nur im kaufmännischen sondern auch im technischen Bereich brauche man hochkarätigen Nachwuchs.
Ein junges Unternehmen
"Wir werden alles tun, dass ihr euren Lebensweg beiden Stadtwerken finden könnt", versprach Reinhold Müller den jungen Leuten: "Macht weiter so!" Müller betonte, dass die Stadtwerke mit ihren 86 Mitarbeitern von der Altersstruktur her mittlerweile ein junges Unternehmen geworden seien.