Neuer Hochbehälter Serlbach geht in Betrieb

Stadtwerke Forchheim verdoppeln Speicherkapazität und verbessern Wasserversorgung im Forchheimer Osten

Der neue Hochbehälter in Serlbach ist fertiggestellt und wird künftig eine wichtige Funktion in der Wasserversorgung des Forchheimer Ostens übernehmen. Durch den Neubau verdoppeln die Stadtwerke Forchheim das Speichervolumen von 600 auf 1.200 Kubikmeter. Gleichzeitig werden die Wasserdruckverhältnisse in Serlbach, in Teilen des John-F.-Kennedy-Rings und in Winkelreuth verbessert.
Grundlage für die Entscheidung zum Neubau war ein TÜV-Gutachten aus dem Jahr 2017, in dem untersucht wurde, inwiefern eine Sanierung oder ein Neubau des bestehenden Hochbehälters aus dem Jahr 1960 möglich ist. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung ergab Vorteile für einen Neubau.

Der neue Hochbehälter verfügt über zwei robuste und wartungsarme Edelstahlkammern. Zudem wurde die geodätische Höhe von rund 355 auf etwa 363 Meter über Normalnull angehoben. Dadurch verbessert sich der Wasserdruck in den angeschlossenen Bereichen. Auch die Löschwasserversorgung profitiert von der neuen Infrastruktur. Dafür wurden unter anderem Leitungen durch den Wald und in der Straße „Am Eichenwald” verlegt.

„Mit dem neuen Hochbehälter schaffen wir eine wichtige Voraussetzung, um die Wasserversorgung im Forchheimer Osten langfristig leistungsfähig und effizient zu gestalten“, sagt Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz.

Teil einer umfassenden Neuordnung
Der Hochbehälter Serlbach ist Teil einer langfristigen Neuordnung der Wasserversorgung im Osten Forchheims. Mit der neuen Anlage können der Hochbehälter Reuth und die dortige Druckerhöhungsanlage künftig aufgelassen werden. Langfristig soll auch die Druckerhöhungsanlage in der Breitenlohestraße entfallen.
Der dafür notwendige Leitungsbau nach Reuth wird in den kommenden Jahren fortgesetzt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden verschiedene Straßenabschnitte vorausschauend für die künftige Wasserversorgung vorbereitet. So wurden 2024 der Forstweg und die Straße „Auf der Hut” ausgebaut und 2025 Sanierungsarbeiten an der Ruhstraße und der Hutstraße durchgeführt.
Durch die Neuordnung lassen sich zudem bestehende Anlagen und deren Energieverbrauch reduzieren. So verbrauchte die Druckerhöhungsanlage in der Breitenlohestraße im Jahr 2025 insgesamt 6.420 Kilowattstunden Strom. Der Hochbehälter Reuth einschließlich Druckerhöhungsanlage kam auf 6.809 Kilowattstunden.

Rund 2,6 Millionen Euro für Hochbehälter und Leitung
Die Investitionskosten für den neuen Hochbehälter belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro netto. In dieser Summe sind die Kosten für die Planung, den Neubau, sämtliche Ein- und Umbindungen vom alten Behälter sowie die noch erforderlichen Wiederaufforstungsmaßnahmen am neuen Hochbehälter und auf der Ausgleichsfläche in Reuth enthalten.
Für die Leitung zwischen dem John-F.-Kennedy-Ring und dem Hochbehälter wurden weitere rund 380.000 Euro netto investiert beziehungsweise veranschlagt.
Auch beim Neubau selbst wurden Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz berücksichtigt. So wurde auf dem Dach des Hochbehälters eine Photovoltaikanlage installiert, die Strom für den Betrieb der Anlage erzeugt. Auf dem Gelände wurden außerdem Nistplätze für Fledermäuse und Vögel angebracht. Diese wurden von der Lebenshilfe Forchheim angefertigt. Zusätzlich werden Bäume und Sträucher als Ausgleichsmaßnahmen gepflanzt.
Der bestehende Hochbehälter aus dem Jahr 1960 wird nach der Inbetriebnahme des Neubaus stillgelegt. Aufgrund seines Denkmalschutzes bleibt das Bauwerk erhalten, lediglich die Wasserkammern werden verfüllt.
Mit der Fertigstellung des neuen Hochbehälters ist ein zentraler Baustein der künftigen Wasserversorgung im Forchheimer Osten umgesetzt. Die zusätzliche Speicherkapazität, die verbesserten Druckverhältnisse und die geplante Stilllegung bestehender Anlagen legen den Grundstein für eine leistungsfähigere und effizientere Versorgungsstruktur.

Personen v.l.n.r.
 - Michael Richter (Wasserwirtschaftsamt Landkreis Forchheim)
 - Mathias Reznik (Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim)
 - Manfred Hümmer (Dritter Bürgermeister der Stadt Forchheim)
 - Christian Sponsel (Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim)